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Gesundheitliche Einschränkungen

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Antrag stellen

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Gesetzliche Grundlagen und Kosten

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Berufliche Reha

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Der neue Job

Die 3 Wichtigsten Phasen Der Beruflichen Rehabilitation: Schritt 1 - Gesundheitliche Einschränkungen

1Gesundheitliche Einschränkungen

Wir unterstützen Sie dabei, herauszufinden, wie Sie nach Ihrer Erkrankung oder Ihrem Unfall wieder arbeiten können. Für die berufliche Neuorientierung berücksichtigen wir Ihre individuellen Stärken und Ihre gesundheitlichen Einschränkungen. Wir gehen auf Ihre Wünsche ein, geben Ihnen aber auch Anregungen für Alternativen. Der wichtigste Baustein in dieser Phase ist unser Reha-Assessment. Hier prüfen wir Eignung, Neigung, Wissen und Fertigkeiten.

Die 3 Wichtigsten Phasen Der Beruflichen Rehabilitation: Schritt 2 - LTA-Antrag stellen

2Antrag stellen

Den Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, kurz LTA-Antrag, können Sie stellen, wenn Sie erwerbstätig waren/sind und durch eine Krankheit oder einen Unfall Probleme in Ihrem bisherigen Berufsalltag haben. Beim Ausfüllen machen Sie einige persönliche Angaben und geben Auskunft über Ihre Schulbildung, Ihre Berufsausbildung und eventuelle Umschulungen oder Weiterbildungen und Ihre bisherigen Tätigkeiten. Notwendig ist im Rahmen der Antragsprüfung auch eine ärztliche Einschätzung Ihrer gesundheitlichen Situation und Belastbarkeit. Außerdem legen Sie Kopien Ihrer Krankenkassenkarte und Ihres Sozialversicherungsausweises bei. Eine Ausfüllhilfe für den Antrag finden Sie zum Beispiel auf der Website www.zweite-chance.info. In unserer Offenen Sprechstunde können wir Sie beraten, wenn Sie unsicher sind, welcher Träger für Sie zuständig ist. Bitte beachten Sie, dass wir Sie in diesem Rahmen leider nicht beim Ausfüllen des Antrags unterstützen können.

An wen schicke ich den ausgefüllten Antrag?

Den ausgefüllten Antrag schicken Sie an den für Sie zuständigen Reha-Träger. Wer die Kosten für Ihre Reha trägt, hängt unter anderem davon ab, wie lange Sie vorher sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren und ob Sie wegen einer Berufskrankheit schon in ärztlicher Behandlung waren.

Die 3 Wichtigsten Phasen Der Beruflichen Rehabilitation: Schritt 3 - Gesetzliche Grundlagen und Kosten

3Gesetzliche Grundlagen & Kosten

Die gesetzliche Grundlage für die berufliche Rehabilitation oder die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ist das IX. Sozialgesetzbuch und hier insbesondere die §§ 49 und 51.

Dabei regelt § 49, was genau Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sind. Dazu gehören zum Beispiel neben dem Erhalt des Arbeitsplatzes auch Qualifizierungsangebote oder medizinisch, psychologische und/oder pädagogische Hilfen.

Der § 51 regelt insbesondere die Zuständigkeit von Berufsförderungswerken als Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation.

Wer trägt welche Kosten?

Die Kosten für die berufliche Rehabilitation werden vom jeweiligen Reha-Träger übernommen. Dazu gehören Kosten für:

  • die einzelnen Maßnahmen und Qualifizierungen
  • das Fahrgeld
  • die auswärtige Unterbringung (z. B. in einem Internat)
  • Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts

Die 3 Wichtigsten Phasen Der Beruflichen Rehabilitation: Schritt 4 - Berufliche Reha

4Berufliche Reha

Welchen Zeitraum die Reha-Träger bewilligen, ist individuell und hängt von der Art der Maßnahme ab. Der Zeitraum kann auf Antrag auch verlängert werden. Auf jeden Fall endet Ihre Reha erst, wenn sie erfolgreich abgeschlossen ist. Um Ihnen einige Beispiele zu geben: Die meisten Umschulungen dauern 2 Jahre. Wenn Sie bei uns einen Reha-Vorbereitungslehrgang machen, sollten Sie 3 bis 6 Monate mehr einplanen. Wenn davor noch eine Berufsfindung und Arbeitserprobung ansteht, kommen weitere 2 bis 6 Wochen hinzu. Je nachdem, wie Ihr individueller Bedarf ist, kann eine Reha aber auch deutlich kürzer ausfallen. Ein berufliches Training dauert zwischen 6 und 12 Monaten, eine Integrationsmaßnahme bis zu 9 Monaten und eine Fachqualifizierung 12 Monate.

Wo findet die berufliche Rehabilitation des BFW statt?

Grundsätzlich finden Eignungsabklärung, Qualifizierungen, Trainings, Lehrgänge und unsere Beratungstermine wie die Offenen Sprechstunden und Info-Tage direkt in unseren Häusern statt. Während der Corona-Pandemie bieten wir aber auch viele Inhalte unseres Förderprogramms in Form von Online-Unterricht an. Hier finden Sie eine Übersicht zu den Angeboten der beruflichen Reha.

Wir haben einen Standort in Mühlenbeck im Landkreis Oberhavel (Brandenburg), einen in Berlin-Charlottenburg und einen in Berlin-Prenzlauer Berg. Für Sie bedeutet das: Sie können entweder zu unseren Standorten pendeln oder Sie ziehen dort für eine Weile ein. Die Standorte Charlottenburg und Mühlenbeck haben beide Zimmer, in die Sie temporär einziehen können.

Unsere Besondere Hilfen

Die 3 Wichtigsten Phasen Der Beruflichen Rehabilitation: Schritt 5 - Der Neue Job

4Der neue Job

Wenn Sie eine berufliche Reha machen, ist Ihr Ziel, im Anschluss wieder eine Arbeit aufzunehmen, die zu Ihnen passt und die sie möglichst lange ohne gesundheitliche Beschwerden ausüben können. Häufig bedeutet das, mit anderen Tätigkeiten und neuen Kolleginnen und Kollegen in einer anderen Abteilung oder bei einem anderen Unternehmen neu anzufangen. Unser Team für die Personalberatung unterstützt Sie dabei ganz praktisch – vom ersten Tag Ihrer Qualifizierung an und bis zu sechs Monate nach dem Abschluss.

Wir wissen, dass es nicht immer leicht ist, eine neue Stelle oder auch nur einen Praktikumsplatz zu finden. Deshalb unterstützen wir Sie bei der Suche, beraten Sie bei der Bewerbung und bauen Sie wieder auf, wenn es nicht ganz so schnell klappen sollte. Wir haben langjährige und gute Kontakte zu Arbeitgebern aus vielen verschiedenen Branchen und wissen, wonach Personalverantwortliche suchen. Wir empfehlen gerne und ganz gezielt unsere Absolventinnen und Absolventen.

Berufliche Reha im BFW

84% der Teilnehmenden haben innerhalb von sechs Monaten nach einer zweijährigen Reha wieder eine Arbeit.*

*Jeweils 6 Monate nach Abschluss befragen wir unsere Absolventen, die an unseren Standorten eine zweijährige Qualifizierung erfolgreich beendet haben, ob sie einen Arbeitsplatz gefunden haben.

“Ich hätte niemals damit gerechnet, dass dieser kleine Unfall solch massive Auswirkungen hat.”

“Mit 55 noch mal zur Schule gehen? Im ersten Moment war die Motivation bei null, muss ich ehrlich sagen.”

“Das war mit der Osteoporose einfach nicht mehr möglich.”